Auffuhrbedingungen

Schlachtviehmärkte, Herisau, Sargans und Wattwil

Wer kann Tiere liefern Jeder Tierhalter und Händler kann Tiere (Muni, Rinder, Kühe und Fresser im Alter von mind. 6 Monaten) an die öffentlichen Schlachtviehmärkte liefern. In Wattwil und Sargans kaufen und verkaufen wir auch Freiläufer.
Alptiere Tiere die bei der TVD als gealpt registriert sind sollten wieder auf den Heimbetrieb zurückgemeldet und dann vom Heimbetrieb an den Markt abgemeldet werden. Nebst Anderem können wir so Diskussionen um den Labelstatus der Tiere ausweichen.
Anmeldung

Die Tiere sollten bis spätestens am Montag der Vorwoche angemeldet sein. Benutzen Sie dazu unsere Homepage www.viehanmeldung.ch, eine Anmeldepostkarte der NSG gesendet an NSG, äussere Lembergstrasse 6, 9633 Bächli (Hemberg), das Telefon (evtl. Beantworter) 071 350 03 90 oder den Fax 086 079 617 48 69. Das aktuelle Marktprogramm und die Marktzeiten finden Sie auf unserer Internetsite, zudem werden sie wöchentlich im St. Galler Bauer publiziert.
Für rechtzeitig angemeldete Tiere gewähren wir einen Bonus von Fr. 2.00 bei verspäteter Anmeldung ziehen wir Fr. 2.00 pro Tier ab. Mit diesem System konnten wir die Anmeldedisziplin deutlich verbessern. Der Betrag ist bewusst klein angesetzt da wir uns bewusst sind, dass Tiere vielfach kurzfristig angemeldet werden müssen.
Für rechtzeitig angemeldete Tiere garantieren wir die Abnahme zum Tabellenpreis. Solange auf einem Markt noch Plätze frei sind nehmen wir auch verspätete Anmeldungen entgegen. Sobald ein Markt ausgebucht ist sperren wir das entsprechende Marktdatum auf unserer Internetseite. Sie können dann den gesperrten Markt nicht mehr auswählen.

Begleitdokument

 

 

Trächtigkeit

 

Gesundheit

Jedem Tier ist das vollständig ausgefüllte ORIGINAL-Begleitdokument mitzugeben. Fehlt der Ohrmarken-Strichcodekleber auf dem Begleitdokument so bestraft dies der Schlachthof mit Fr. 50.00 – 70.00. Üblicherweise erstellen wir Strichcode-Kleber ohne Rückfrage und verrechnen dies mit Fr. 5.00. Der Lieferant muss die Fahrzeit auf dem Begleitdokument eintragen (Die Zeit während der die Räder rollen)

Bei jedem Rind und jeder Kuh muss oben rechts (Im Bereich des Schriftzuges "Original") zwingend angegeben sein:
Trächtig: Nein / Ja (Bei ja ist die Trächtigkeitsdauer anzugeben)
Für trächtige Tiere garantieren wir keine Abnahme.

Es dürfen nur Tiere aus Beständen aufgeführt werden, die frei von anzeigepflichtigen Seuchen sind. Kranke oder verletzte Tiere dürfen auf dem Viehmarkt nicht aufgeführt werden. Dasselbe gilt für Tiere die mit Medikamenten behandelt sind, deren Absetzfrist noch nicht abgelaufen ist.

Ohrmarken Jedes Tier muss zwei vollständige Ohrmarken tragen, so wie es das Gesetz voreschriebt. Für Tiere mit nur einer vollständigen Ohrmarke garantieren wir den Proviande - Tabellenpreis nicht. Der Lieferant kann solche Tiere jedoch selber frei versteigern. Tiere ohne Ohrmarke werden zurückgewiesen.
Preis / Versteigerung Die NSG kauft die Tiere mindestens zum Schätzungspreis der Proviande. Ist der Lieferant mit dem dem gebotenen Preis nicht einverstanden, so kann er sein Tier jederzeit von der Versteigerung zurückziehen. Ein nachträgliches Rekursrecht besteht im Normalfall nicht. Kauft jemand ein Tier dessen Erlös dem Käufer letztlich selber zukommen würde, so schliesst die NSG das Tier von der Abrechnung aus.
Versicherung

Sämtliche aufgeführten Tiere sind versichert. Die Versicherung schützt vor nachträglichen Abzügen für Bandwurmfinnen, Konfiskate, Totalverluste usw. Davon ausgenommen sind Schäden für die vom Proviandeexperten ein Vorbehalt ausgesprochen wurde. (sichtbare Mängel)

Labelzuschläge Falls der Käufer den Bio Zuschlag nicht bezahlt, übernimmt die NSG den Zuschlag (zur Zeit mind. 10 Rappen). Dies gilt für Kühe, aus den Kantonen Appenzell und St. Gallen welche in den Fleischigkeitsklassen C bis A und den Fettklassen 2 bis 4 taxiert sind.
Labelkleber

Wird mit dem Begleitdokument kein Labekleber geliefert so kaufen und versteigern wir es als konventionell. (Kein QM, IPS oder Bio - Zuschlag) Die Labelzugehörigkeit wird so ausgerufen wie sie auf dem Kleber ersichtlich ist.
Bei Biotieren ZWEI ganze Labelkleber gut am Begleitdokument befestigen aber nicht aufkleben. (Wird kein Labezuschlag gezahlt, entfernen wir den Bio - Teil auf dem Kleber)
IPS-Tiere die der Lieferant von einem nicht IPS-Betrieb zukaufte müssen eine bestimmte Zeit auf dem IPS Betrieb gemeldet sein um den IPS Status zu erlangen. (VK 360 Tage, MT RG OB 5 Monate, KV 70 Tage) Entsprechende Abzüge werden dem Lieferanten nachbelastet.

Spezielle Tiere

Einzelne Schlachthöfe verlangen, dass importierte Tiere mindestens das halbe Leben in der Schweiz verbrachten. Tiere die diese Bedingung nicht erfüllen müssen gegen Bezahlung des Schlachtlohnes aus dem Schlachthof zurückgeholt werden oder sie werden vom Schlachthof entsorgt. Hat ein importiertes Tier nicht das halbe Leben in der Schweiz verbracht so muss auf dem Begleitdokument eine entsprechende Bemerkung angebracht sein. Unsere Käufer können das Tier dann in einen Schlachthof bringen der keine solchen Anforderungen stellt.

Sämtliche aufgeführten Tiere müssen menschengewohnt sein. Wilde Freiläufer dürfen nicht angeliefert werden. Richten trotzdem aufgeführte wilde Tiere Schäden an, so haftet in jedem Fall der Lieferant. Auf dem Marktplatz Herisau akzeptieren wir nur halftergewohnte Tiere. Geschaufelten Munis muss ein Nasenring eingesetzt sein.

Bringen Sie bei Rindern (RV) auf dem Begleitdokument eine Bemerkung an, wenn das Tier noch nie trächtig war. Fehlt diese so haftet die NSG nicht wenn das Tier im Schlachthof als Jungkuh (RV) klassiert wird.

Jungtiere (JB) müssen mindestens 161 Tage alt sein.

Dienstleistungen Die NSG organisiert den Transport zum Markt und das Vorführen der Tiere. Aktuell werden für diese Dienstleistung Fr. 50.00 pro Einzeltier bzw. Fr. 45.00 pro Tier bei mind. 2 Tieren pro Ladeort belastet. Für Tiere mit weitem Anfahrtsweg (Kanton Zürich) verlangen wir Fr. 60.00. Wir geben diese Beträge unverändert an die Transporteure weiter.
Wenn wir den Transport und das Vorführen organisieren so versteigern wir das Tier auf jeden Fall zu den von den Proviandeexperten festgestellten Konditionen. (Klassierung, Preis, Vorbehalte usw.).